Erdbeben in Peru: Erzdiözese Freiburg stellt 50.000 Euro Nothilfe bereit

28.08.2026 | Schwere Schäden in der Region Huancayo – auch Wochen nach dem Beben kommt die Erde nicht zur Ruhe

Die Erzdiözese Freiburg stellt 50.000 Euro Nothilfe für die vom Erdbeben betroffenen Menschen in der Region Huancayo in Peru bereit. Die Mittel sollen über die Erzdiözese Huancayo gezielt dort eingesetzt werden, wo die Folgen des Bebens besonders schwer wiegen.

Am Abend des 18. Juli 2026 erschütterte ein Erdbeben der Stärke 5,1 die Region Junín im peruanischen Hochland. Das Epizentrum lag nahe der Stadt Chupaca, südwestlich von Huancayo. Das Beben forderte mehrere Todesopfer sowie zahlreiche Verletzte. Tausende Menschen sind betroffen; neben Wohnhäusern wurden auch Schulen, Gesundheitseinrichtungen und landwirtschaftliche Betriebe in Mitleidenschaft gezogen. Besonders schwer traf es Pumpunya im Distrikt Chongos Bajo. Ein großer Teil des Ortes wurde zerstört oder unbewohnbar. Viele Familien mussten ihre Häuser verlassen und verloren zugleich ihre Lebensgrundlage.
 
Auch Wochen nach dem schweren Beben kommt die Erde in der Region nicht vollständig zur Ruhe. Rund um Chupaca werden weiterhin Erdstöße registriert. Noch am 25. und 26. August meldete das peruanische Geophysikalische Institut weitere Beben mit Magnituden von 3,8 beziehungsweise 3,6. Für viele Menschen kommt zur materiellen Not daher die anhaltende Sorge vor weiteren Erdstößen hinzu.
 
Mit den 50.000 Euro der Erzdiözese Freiburg sollen die Betroffenen bei der Bewältigung der Erdbebenfolgen unterstützt werden. Der Einsatz der Mittel erfolgt in enger Abstimmung mit der Erzdiözese Huancayo und den Verantwortlichen vor Ort.
 
Die Erzdiözese Freiburg ist über die Peru-Partnerschaft seit vielen Jahren eng mit der Kirche in Huancayo verbunden. Eine Freiburger Delegation um Erzbischof Stephan, die sich anlässlich des 40-jährigen Bestehens der Partnerschaft in Peru aufhielt, war nur wenige Tage nach dem Erdbeben in der betroffenen Region. Gemeinsam mit dem Erzbischof von Huancayo, Luis Alberto Huamán Camayo, besuchte die Delegation Pumpunya, begegnete dort betroffenen Familien und erlebte unmittelbar das Ausmaß der Zerstörung. Gemeinsam mit den Angehörigen nahm sie zudem an einem Totengebet für die Verstorbenen teil.
 
„Wir wünschen von ganzem Herzen, dass eine große Solidargemeinschaft sich bildet“, sagt Erzbischof Stephan. Es gehe darum, den betroffenen Familien zu helfen, im Ort zusammenzustehen und so wieder eine Zukunftsperspektive zu gewinnen.
 
Die Freiburger Nothilfe ist damit zugleich ein konkretes Zeichen der seit vier Jahrzehnten bestehenden Partnerschaft zwischen der Erzdiözese Freiburg und der Kirche in Peru. Sie zeigt sich gerade in einer solchen Notsituation ganz praktisch: in der Verbundenheit mit den Menschen vor Ort und in der Bereitschaft, dort Unterstützung zu leisten, wo sie besonders dringend benötigt wird.
 
Erzbischof Luis Alberto Huamán Camayo über die Folgen des Bebens, die angelaufene Hilfe und darüber, dass zur Partnerschaft beides gehört: Freude und Leid miteinander zu teilen:
 
 
Simone Valenzuela