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Rastatt 2010


Das 27. diözesane Partnerschaftstreffen fand am 17. April 2010 traditionsgemäß im Bildungshaus St. Bernhard in Rastatt statt. Neben den Delegierten aus ca. 80 Partnerpfarreien konnte Herr Domkapitular Sauer auch in diesem Jahr einige besondere Gäste begrüßen. Zum einen hatte die Gruppe der Pfarrei Hl. Dreifaltigkeit Freiburg Gäste aus ihrer Partnerpfarrei in Cajamarca mitgebracht. Ein weiteres „peruanisches Gesicht“ war Maria Julia, eine der beiden Voluntarias, die derzeit ein Freiwilliges Soziales Jahr in Freiburg absolvieren. Sie wurde begleitet von Konstantin Ehrenberger vom Voluntario-Verein Color Esperanza sowie von Michael Rodiger-Leupolz von der Fachstelle Friedens- und Freiwilligendienste. Grüße aus Peru wurden uns durch die Leitwortbetrachtung von Mons. Pedro Barreto S.J, Erzbischof von Huancayo, überbracht.

 

Leider musste der neue Peru-Referent von Misereor, Herr Claudio Moser, seine Teilnahme am Treffen kurzfristig absagen, daher freute es uns umso mehr, dass Adveniat mit Peru-Referent Christoph Huber, Frau María Acosta und Frau Ana-Claudia Abi-Ramia Koza.in diesem Jahr durch drei MitarbeiterInnen vertreten war: Die weiteste Anreise hatte der Hauptreferent des vormittags, Herr Dietmar Müßig von der Diözesanstelle Weltkirche des Bistums Hildesheim. Das Bistum Hildesheim steht, gemeinsam mit dem Bistum Trier, in einer Partnerschaft mit dem südlichen Nachbarn Perus, Bolivien. Während des Referats von Dietmar Müßig konnten einige parallelen zur Freiburger Peru-Partnerschaft entdeckt werden, allerdings auch einige Unterschiede, wie z. B. die deutlich politschere Ausrichtung dieser Partnerschaft. Die Folien zum Vortrag von Herrn Müßig stehen -> hier zum Download bereit.

 

Der Vormittag wurde in Arbeitsgruppen beschlossen, in denen zum einen Herr Müßig, Herr Huber und Domkapitular Sauer als Gesprächspartner zur Verfügung standen. Außerdem bot Color Esperanza einen Workshop zum Thema Freiwilligendienste an. Anhand des Jubiläumsleitworts machten sich die Teilnehmer der anderen Arbeitskreise Gedanken zur weiteren Ausgestaltung der Partnerschaft. Eine Leitfrage lautete z. B. „25 Jahre Partnerschaft – Zeit für eine Reform oder Rückkehr zu ursprünglichen idealen“, außerdem wurde die Frage gestellt, ob die beiden Partner wirklich voneinander lernen können und wollen, und wie viel an Gemeinsamkeit überhaupt möglich ist.

 

Ein weiteres Thema des Treffens waren die „Mikrokredite“. Schon seit längerer Zeit befassen sich die Mitglieder des Ausschusses Weltkirche und Partnerschaft mit diesem Modell der weltweiten Solidarität. Die ursprüngliche Idee, solche Mikrofinanzsysteme auch auf Ebene der Peru-Partnerschaftspfarreien anzusiedeln, hat sich nach dem Einholen verschiedener Expertenmeinungen leider als nicht realistisch erwiesen. Eine ausführliche Stellungnahme dazu finden Sie -> hier.

 

Das Partnerschaftstreffen schloss auch in diesem Jahr mit einem gemeinsamen Gottesdienst in der Kirche Maria Königin. Als eine besondere Bereicherung zeigte sich in diesem Jahr die musikalische Gestaltung durch den Perukreis aus Bretten.

 


14.11.2010
Peru / Freiburg
30.01.2011
Hohberg
15.10.2011
Rastatt

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