Chosica-Partnerschaftsgemeinden im Austausch
Am 28. Februar 2004 findet zum 7. Mal in Freiburg das sog. „Diözese - Chosica - Partnerschaftstreffen“ statt. Die Diözese Chosica liegt östlich vom Zentrum Limas und erstreckt sich bis zum Hochland. In dieser Diözese gibt es 7 Partnerschaften, deren örtliche Strukturen sehr ähnlich sind. Die heute besiedelten Gebiete sind ehemals besetzte Wüstentäler, meist bewohnt von Flüchtlingen, die in der Zeit des Terrorismus aus der Sierra kamen. Bis heute hält dieser Zuzug an. Die Wohnverhältnisse und vorhandenen Strukturen sind jedem bekannt, der mit dem Bus den Großraum Lima nach Norden, Süden oder Osten verlässt.
Beim 10-jährigen Partnerschaftsjubiläum in Freiburg hat sich zufällig eine Begegnung mit peruanischen Freunden aus der Diözese Chosica ergeben und es entstand dort der Gedanke, sich auf „Diözesanebene“ besser zu vernetzen. 1998 trafen sich dann zum ersten Mal in Freiburg die Partnerschaftsgruppen, deren Partnerschaft in der Diözese Chosica liegt. Sehr schnell war man sich damals einig, dass ein solches Treffen für die weitere Entwicklung der jeweiligen Partnerschaft von großem Nutzen für alle sein könnte. Und dies hat sich in den vergangenen 6 Treffen, die einmal jährlich stattfinden bestätigt.
Inzwischen unterstützen sich bei Besuchen die Gruppen gegenseitig. So ist der Austausch von aktuellen Information durch Besuche sehr konkret geworden, da er auf einer persönlichen Gesprächsebene stattfindet. Post, Geschenke aber auch wichtige Informationen werden in gegenseitigem Vertrauen für die benachbarte Partnerschaftsgruppe hier wie drüben mitgenommen. Bei einem Besuch hier übernehmen die benachbarten Partnerschaftsgruppen auch gerne ´mal einen Besuchstag und stellen ihre Gemeinde vor. So erhalten die Gäste hier auch eine erweiterte Sichtweise der Partnerschaft.
Auch in Chosica finden inzwischen regelmäßige diözesane Partnerschaftstreffen statt (4 bis 5 mal jährlich!). Dabei gab es bereits 2 Mal die Möglichkeit, als Besuchsgruppen aus dem Bistum Freiburg diesen Treffen beizuwohnen und mitzuerleben, wie dort Fragen oder Probleme der Partnerschaftsarbeit diskutiert werden. Früchte dieser gemeinsamen Begegnungen sind zum Beispiel der Blick über den Tellerrand hinaus: Fragen und Sorgen werden in einem größeren Zusammenhang gesehen und es ist wichtig zu erfahren, dass man mit seinen Fragen und Problemen nicht allein dasteht, sie aber gemeinsam aufgrund gemeinsamer Erfahrungen besser verstehen oder lösen kann.
