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Partnerschaftsverantwortung in neuen Händen


 

Aus unserer Partnerschaftsgruppe in Hemsbach gibt es Neues zu berichten: Unsere Peru-Gruppe hat ein neues Leitungsteam. In der ersten Sitzung im Jahr 2003 konnte ich nach 17-jähriger Leitung - davon vierzehn Jahre gemeinsam mit T.K. - die Verantwortung in jüngere Hände legen. Da wir den Wechsel in den vergangenen Jahren gut vorbereitet hatten, ging er schließlich mühelos.

 




 

Doch vor der Wahl haben wir zunächst gemeinsam mit unserem Pfarrer eine Tischmesse gefeiert, in der wir Gott all unseren Dank, unsere Bitten und Anliegen vortrugen und um seinen geistigen Beistand gebeten haben.

 

Das neue Leitungsteam umfasst 4 Personen: 3 Frauen (43 Jahre - seit 1999 in Perugruppe / 35 J. - seit 2001 / 41 J. - seit 2002) und 1 Mann (56 J. - seit 1994).

 

Seit Jahren hatten T.K. und ich unter anderem zwei Ziele im Auge. Zunächst jüngere Mitglieder für die Partnerschaftsarbeit zu gewinnen und schließlich, auch die Leitung in jüngere Hände zu geben. Denn seit Jahren ist zu beobachten, wie viele (nicht nur kirchliche) Gruppen - und damit auch Leitungsteams - überaltern, weil sie kaum noch Nachwuchs haben. In unserer Gruppe war das nicht anders.

 

Vielleicht hat unsere Arbeit nach innen und außen daran mitgewirkt, dass immer wieder auch jüngere Leute in die Gruppe hinein schnupperten. Einige gingen wieder, doch einige blieben und ließen sich anstecken. Heute besteht unsere Gruppe aus zwölf Personen: 4 Männern und 8 Frauen zwischen 32 und 59 Jahren. Leider sind Jugendliche bisher nur gelegentlich für Aktionen, aber nicht für eine ständige Mitarbeit zu gewinnen.

 

 




 

In der Übergangsphase ist es auch gelungen, bei den Gruppenmitgliedern Haltungen zu mehr Verantwortung hin zu verändern, so dass das neue Leitungsteam davon profitieren wird, wenn die Arbeit nun auf verschiedene Schultern verteilt werden kann.

 

Glücklicherweise hatten wir im November 2002 auch noch Besuch von unserem Partnerpfarrer aus Santo Tomás. Diese Begegnung hat bei zwei heutigen Mitgliedern der Leitungsgruppe mit dazu beigetragen, sich stärker zur Mitarbeit zu entscheiden. Den Padre in seiner Spiritualität und Realitätsbezogenheit zu erleben; persönlich durch ihn vom Leben in den Anden und speziell vom Leben in der Provinz Chumbivilcas - einem fast vergessenen Teil Perus - zu hören; zu erfahren, was ihn selbst motiviert seit über fünfunddreißig Jahren mit den Campesinos zu leben und zu arbeiten; all das hat sie – ja uns alle wieder tief beeindruckt!

 

Und wenn T.K. und ich heute zurück schauen auf siebzehn Jahre Partnerschaftsarbeit, dann tun wir das voller Dankbarkeit. Wir wissen, wir verdanken der Partnerschaft mit Peru unendlich viel. Ohne sie wären wir nicht die Menschen, die wir heute sind, denn sie hat uns vieles gelehrt und uns damit verändert! Sie hat unseren Geist angeregt, unsere Kreativität hervorgelockt, unsere Solidarität herausgefordert. Und wir haben lernen müssen, die Realitäten anzuerkennen. Ohne dazu bereit zu sein, hätten wir nicht auch die Träume und Visionen unserer Freunde in Peru / in Santo Tomás von einer neuen Wirklichkeit „mit-träumen" und mittragen können. Und dies schließlich voller Hoffnung, Glaube und Zuversicht. So hat uns die Partnerschaft auch im Glauben verändert und gestärkt und uns das Erlebnis von weltweiter Verbundenheit in der Kirche geschenkt.

 

Ja, wir verdanken der Partnerschaft unendlich viel und deshalb auch allen, die mit uns in diesen Jahren auf dem Weg waren oder heute noch sind. Ohne sie hätte die Partnerschaft nicht das Gesicht, das sie heute zeigt für die Freunde in Peru und hier bei uns. Und darum möchten wir auch der Abteilung Weltkirche im Ordinariat von Herzen danken für die langjährige so kompetente, aber auch freundschaftliche Begleitung und Unterstützung und für die Impulse, die von der "Freiburger Weltkirche" ausgingen. Das alles hat uns gestärkt und geholfen, in Gruppe, Gemeinde und darüber hinaus unsere Arbeit zu tun.

 

Selbstverständlich bleiben T.K. und ich Mitglieder der Perugruppe, in deren familiären Gemeinschaft wir uns zu Hause fühlen. Und da auch wir die Partnerschaft als eine „nie enden wollende Geschichte" begreifen und mit unseren Freunden in Santo Tomás tief verbunden sind, werden wir uns auch in Zukunft mit unserer Kreativität, unseren Ideen, unserer Spiritualität und unserem Engagement einbringen.

 

Frau M.M., Hemsbach, 28.2.2003


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