Fantastisches Modell ...
… solange man auf die „Fallstricke“ achtet:
Peru-Partnerschaftstreffen in Rastatt
Bericht von Stephan Langer, Konradsblatt vom 9.5.2004:
Zum Partnerschaftstreffen in Rastatt sind gut 170 Vertreter von Perukreisen aus dem ganzen Erzbistum zusammengekommen. Bischof Luis Bambaren informierte dabei über die aktuelle soziale Situation im Partnerland.

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 Feuer und Flamme für die Partnerschaft
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Sechs Monate ist sie alt: die Partnerschaft der Seelsorgeeinheit Obergrombach (Dekanat Bruchsal) mit der Pfarrei Yungay in der peruanischen Diözese Huaraz. Im Oktober vergangenen Jahres haben sie die entsprechende Urkunde unterzeichnet und eine Partnerschaftskerze entzündet.
Obergrombach und Yungay – das ist das jüngste Kind in der Partnerschaftsfamilie. Die ältesten Mitglieder sind, um im Bild zu bleiben, inzwischen schon volljährig. Das heißt: die Partnerschaften bestehen seit knapp zwei Jahrzehnten. Insgesamt haben gut 150 Pfarreien aus dem Erzbistum Verbindungen nach Peru. Und einmal im Jahr kommen sie zusammen: beim diözesanen Partnerschaftstreffen im Bildungshaus St. Bernhard in Rastatt. Das ist der Ort, um Erfahrungen auszutauschen, voneinander zu lernen – kurz gesagt: um die eigene Partnerschaft im größeren Zusammenhang zu sehen.
Das tut vor allem gut, wenn im Laufe einer Partnerschaftsbeziehung Schwierigkeiten auftauchen. Die häufigen Pfarrerwechsel im Partnerland erweisen sich zuweilen als Hürde. Und auch hierzulande stehen die Perukreise vor Herausforderungen – wie etwa der, die Partnerschaft gut an die nächste Generation weiterzugeben. „Wir sind nicht in erster Linie hier, um Probleme zu wälzen“, sagte Domkapitular Wolfgang Sauer, der Leiter der Abteilung Weltkirche im Erzbischöflichen Ordinariat. Und die Partnerschaft sei ja grundsätzlich ein „fantastisches Modell einer zwischenkirchlichen Beziehung“. Doch ein realistischer Blick müsse auch die möglichen „Fallstricke“ wahrnehmen. In verschiedenen Foren bot das Treffen dazu wieder viel Gelegenheit.
Ein neues Leitwort, eine neue diözesane Homepage sowie jede Menge Tipps und Anregungen von den anderen – das stand am Ende dieses „Familientreffens“ in Rastatt. Im kommenden Jahr wird man sich wieder treffen: Obergrombach gehört dann schon zu den Erfahreneren, und bestimmt gibt es auch wieder ein neues „jüngstes Kind“ …
