Domkapitular Sauer: Hinführung in der Gedenkstunde am 3.10.2000
Sehr geehrter, lieber Herr Erzbischof,
verehrte Herren Weihbischöfe, lieber Herr Generalvikar,
verehrte, liebe Frau Vorsitzende des Diözesanrats,
liebe in der Peru-Partnerschaft Engagierte,
an einem Tag, der dem Gedenken an den zehnten Jahrestag der Wiedervereinigung Deutschlands gewidmet ist, haben wir uns hier im Mozartsaal der Freiburger Domsingschule versammelt, um ein anderes Ereignis in den Blick zu nehmen, das uns im Rahmen unserer seit 1986 bestehenden Verbindung mit Peru beschäftigt und Vermächtnis geworden ist. Am 18. Januar des Jahres 1990 hat der damalige Weltkirchenreferent, Domkapitular Dr. Zwingmann ein Telefonat mit der Sozialkommission der peruanischen Bischofskonferenz geführt und anschließend einen handschriftlichen Vermerk zu den Akten gegeben. An Stelle von Einzelunterstützung in Situationen von Bedrohung und Verletzung der menschlichen Integrität "... würde man bei CEAS eher für die Schaffung eines Fonds plädieren, aus dem entsprechende Unterstützungen gezahlt werden können. CEAS könnte die Verwaltung der Gelder übernehmen."
In diesem Jahr 2000 sind also zehn Jahre vergangen, da der Solidaritätsfonds zugunsten der Menschenrechtsarbeit in unserem Partnerland eingerichtet wurde. Nach dem Tod von Prälat Dr. Wolfgang Zwingmann hat dieser Fonds seinen Namen erhalten und ist für viele Menschen in Peru zum Segen und zu einem Tor in die Zukunft geworden.
Angesichts des anhaltend schmerzlichen Kontextes der Solidarität mit Menschen, deren Rechte verletzt und deren persönliche Würde nicht respektiert wird, verbietet sich für unsere Zusammenkunft der Begriff "Jubiläumsfeier". Deswegen darf ich Sie an diesem Nachmittag zu einer "Gedenkstunde" begrüßen und Ihnen für Ihr Kommen und Ihre Teilnahme, vor allem aber für Ihr solidarisches Interesse an den Inhalten und Aktionen des Wolfgang Zwingmann Fonds herzlich danken.
Den Vertreterinnen und Vertretern von Presse, Rundfunk und Fernsehen darf ich meinen dankbaren Respekt bekunden, dass Sie mithelfen, das Anliegen dieser Stunde einer größeren Öffentlichkeit zu vermitteln.
Meine Damen und Herren, Sie haben längst bemerkt, dass bedeutende und liebe Gäste aus Peru unter uns weilen. Sie vorzustellen und zu begrüßen soll der Wichtigkeit wegen den Worten unseres Herrn Erzbischofs vorbehalten sein.
Mir bleibt, Ihnen an dieser Stelle noch kurz die Künstler vorstellen, die diese Gedenkstunde musikalisch ausgestalten: Christian Roos und Juan Rojas mit Begleiterin.
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